10:30: wir sind unter Land bei der, zu Chile gehörenden, Isla de Hornos und werden bald erfahren, ob eine Anlandung möglich ist. Die Überfahrt hierher war wieder mit reichlich Wind (bis zu 7 Bft) und Schwell verbunden. Dass das Kap Hoorn immer sturmumtost ist, kann man gut nachvollziehen. Hier weht fast immer und gänzlich ungehindert ein starker Westwind, der auch den Antarktischen Zirkumpolarstrom antreibt. Im Schutz der Insel ist es nun ruhiger.
Der Himmel ist ganz freundlich und heute morgen hatten wir ein schönes Morgenrot und einen Regenbogen.
Update 11:15: Gerade kam die Durchsage, dass es mit der Anlandung klappt. Da haben wir mal wieder viel Glück. Die Erfahrung des Expeditionsteams ist, dass es nur in etwa einem Fünftel der Versuche möglich ist, sicher an Land zu kommen.
Update 13:30: Ja, wir waren am/auf Kap Hoorn. Mehr dazu mit einer separaten Bildergalerie weiter unten.







Es ist ein tolles Gefühl, an diesem legendären Ort zu sein, dessen Umrundung so vielen Seglern in den vergangenen Jahrhunderten ernsthafte Schwierigkeiten bereitet hat. Es wurde uns allerdings auch nicht ganz leicht gemacht. Von der Landestelle mussten wir erst einmal 150 Stufen nach oben klettern und oben pfiff dann ein starker Wind.
Man ist hier aber nicht ganz so ab von der Zivilisation wie in der Antarktis. Es gibt Stege, auf denen man zum Leuchtturm gehen kann und die Leuchtturmwärterfamilie betreibt dort einen kleinen Laden. Neben dem Leuchtturm steht eine kleine Kapelle und es gibt einen Hubschrauberlandeplatz.
Zu dem Denkmal für die Kaphoorniers konnten wir nicht gehen, da der Steg dorthin beschädigt ist. Das Denkmal stellt einen Albatros dar (als Luft zwischen den Metallplatten), das Symbol der Bruderschaft der Kaphoorniers und gleichzeitig die Bezeichnung für diejenigen, die als Kapitän mit einem Segelschiff ohne Hilfsmotor Kap Hoorn umrundet haben. Die alten Seeleute sahen in den Albatrossen die Seelen der Seemänner, die hier in der Gegend ihr Leben gelassen haben.
Hier ein paar Bilder von der Isla de Hornos. Der südlichste Punkt der Insel, zu dem wir aber nicht hingehen konnten, ist auf dem einen Foto mit einem Pfeil markiert.












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