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  • 17. März: Der Wal-Tag

    17. März 2025
    Antarktis & Chile 2025, Reisebericht

    Heute mussten wir früh frühstücken, denn schon um 8:20 Uhr war für uns die erste Bootsfahrt des Tages angesagt. Wir sind heute Vormittag in Orne Harbour. Es war kalt und nass, mit Regen- bzw. Schneeschauern. Nicht umsonst wurde noch mal extra darauf hingewiesen, sich warm und regenfest anzuziehen. Mit dem Zodiac durch Treibeis zu fahren ist auch wieder ein besonderes Erlebnis. Wir fuhren dann zu einer Kolonie Zügelpinguine und sahen unterwegs auch Robben und (natürlich) Wale. Als wir nach einer Stunde wieder an Land waren waren wir Außentemperatur komplett nass. Gut zu sehen, dass unser Regenzeug dicht ist.

    Heute Mittag fahren wir weiter zur Fournier Bay und nachmittags ist dort eine zweite Bootsfahrt angesagt.

    Update 13:00: Während des Mittagessens hatten wir sehr schöne Sicht auf die Fluken einiger Wale

    Update 17:00: Als wir in der Fournier-Bay ankamen konnten wir unseren Augen kaum trauen. Überall Wale, meist zu dritt oder auch zu viert. Sie schwammen auch ganz dicht an das Schiff heran und wir konnten sie vom Balkon unserer Kabine wunderbar beobachten und auch ihre Töne (fast wie das wiehern von Eseln oder Pferden) hören. Die Bucht ist gut geschützt und so hatten wir zur Bootsfahrt kaum Wind, was etwas angenehmer war. Feucht war es trotzdem, mit Regen und Schneefall, aber das machte nichts. Immer wieder waren Wale ganz nah und wir sahen auch viele Robben auf Eisschollen und im Wasser.

    Übrigens: Unter https://www.inaturalist.org/projects/2025-mar-11-mar-21-ms-roald-amundsen-highlights-of-antarctica-amant2505 findet ihr Fotos von allen auf dieser Reise beobachteten Arten, die bei iNaturalist hochgeladen wurden.

    Im Zodiac durch Treibeis
    Seebär
    Zügelpinguine
    Der dunkle Streifen entsteht durch Pinguin-Exkremente
  • 16.  März: Gefräßiger Seeleopard und Kajaktour

    16. März: Gefräßiger Seeleopard und Kajaktour

    17. März 2025
    Antarktis & Chile 2025, Reisebericht

    Gestern konnte ich mich nicht in die Blog-Seite einloggen, so dass der Beitrag über gestern erst heute kommt. Das Netzwerk hier ist sehr langsam, so dass ich erstmal nur Texte poste und die Bilder später hochlade.

    Jeden Tag gibt es neue Höhepunkte. Wir waren Sonntag beim Neko Harbour und hatten freundliches Wetter mit wenig Wind.

    Am Vormittag gab es ein gutes Beispiel, wie die Nahrungskette funktioniert. Wir saßen in einem Vortrag über Robben, als die Meldung kam, dass ein Seeleopard einen Pinguin jagt. Wir gingen dann alle nach draußen und konnten sehen, wie der Seeleopard den Pinguin fraß.

    Nach dem Mittagessen war wieder ein Landgang angesagt (diesmal ohne Baden :-). Die Besonderheit war diesmal, dass wir erstmals das Antarktische Festland betreten haben, nachdem wir die letzten Tage auf Inseln waren. Wir mussten ein ganzes Stück über Schnee hochstapfen, an einer Pinguinkolonie lang, und hatten dann einen tollen Blick auf einen gewaltigen Gletscher. Überhaupt ist das hier mit den Gletschern toll. Hier unten sieht man, egal wohin man schaut, Abbruchkanten von Gletscher, die in allen möglichen Blautönen leuchten. Regelmäßig hört man ein Grollen, wenn wieder etwas abgebrochen ist und ins Wasser fällt.

    Die Landgänge sind eine logistische Meisterleistung des Bord-Teams. Zunächst fährt jemand vom Expedition-Team vor, um zu schauen ob es irgendwelche Anzeichen von Vogelgrippe gibt (was eine Anlandung verhindern würde) und ob die Anlandung sicher möglich ist. Dann wird Material an Land gebracht, z.B. Wanderstöcke. Wenn es auf dem Wasser viel Treibeis gibt wird sogar, wie hier in Neko Harbour, Nahrung und Zelte für zwei Tage an Land gebracht, falls nicht alle wieder zurück auf das Schiff kommen. Es gilt immer: Sicherheit geht vor. Wenn dann alles vorbereitet ist, können die Gäste an Land gebracht werden, immer 10-12 pro Zodiac und so getaktet, dass nie mehr als 100 Personen gleichzeitig an Land sind. Dafür sind wir alle in Gruppen eingeteilt (wir gehören zu den Weddell Seals, die nacheinander aufgerufen werden. Wenn dann alle an Land waren muss an Land aufgeräumt und alles wieder an Bord gebracht werden.

    Am späten Nachmittag war dann eine Kajaktour angesagt. Am Anfang sah es so aus, als ob die Aktivität abgebrochen wird. Wir sollten auf dem Wasser in die Kajaks umsteigen und fuhren mit einem Zodiac raus, das die Kanus hinter sich her zog. Als wir anfangen wollten, in die Kajaks umzusteigen, schob sich das Treibeis zusammen und die Kajaks waren plötzlich im Eis eingeschlossen. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis die Kajaks befreit waren. Als wir dann im Kajaks saßen und einige Meter gepaddelt waren, tauchte plötzlich keine 10 Meter von uns entfernt ein ziemlich großer Buckelwal auf. Wenn man in einem niedrigen Kajak sitzt ist das noch viel eindrucksvoller als von Deck des Schiffes.

    Ein hungriger Seeleopard
    Material für die Anlandung
    Viel Verkehr auf dem Pinguin-Weg
    Die Stiefel-Waschmaschine
    Kanus im Schlepp
    ©  Jana Hugler
  • 15. März: Wissenschaftstag

    15. März: Wissenschaftstag

    15. März 2025
    Antarktis & Chile 2025, Reisebericht

    Gestern Abend sind wir durch den Lemaire-Kanal gefahren. Eine wunderschöne, sehr enge Passage, die häufiger mal durch Eisberge blockiert wird.

    Um halb neun Abends gibt es immer eine Vorschau auf den kommenden Tag. Für heute war viel Wind vorhergesagt, und so ist es tatsächlich. Da muss Mann sich schon dick anziehen, wenn man an Deck will und wenn man die Handschuhe auszieht um zu fotografieren, fallen einem schnell die Finger ab.

    Wir fahren zur Zeit mit langsamer Fahrt durch den Neumayer-Kanal. Ziel ist die Dorian-Bucht auf der Wiencke-Insel. Jetzt gerade sind wir bei Port Lockroy, in der Hochsaison das südlichste Postamt der Welt. Rundum sehen wir dick mit Schnee bedeckte Landschaft, aus der nur teilweise steile dunkle Bergspitzen ragen. Dazu Eisberge mit ihrer unendlichen Formenvielfalt, die in verschiedensten Blautönen leuchten. Wunderbar anzusehen, gegen den weißen Himmel leider etwas schwer zu fotografieren.

    Wenn der Wind wie vorhergesagt abnimmt können die Aktivitäten für den Tag starten. Wir haben heute das Science-Boot auf dem Programm. Da fährt man mit einem Zodiac raus und macht verschiedene Messungen für wissenschaftliche Projekte. Unter anderem wird Plankton gesammelt (für das Fjord-Phyto Projekt) und die Sichttiefe im Wasser gemessen, mit der Secchi-Disk.

    Update 12:30: Das Schiff ist auf Position, aber der Wind hat später als erwartet nachgelassen, so dass das ganze Programm sich um eine Stunde verschiebt.

    Heute morgen gab es einen Vortrag über Schnee-Algen. Diese haben bei den Klimaveränderungen einen sich selbst verstärkenden Effekt. Durch die Schnee-Algen wird die Reflektion der Oberfläche verringert. Dadurch wird der Boden wärmer, es taut mehr und die Schnee-Algen wachsen noch besser.

    Der Trip mit dem Science-Boot war ungemütlich, denn es gab immer wieder Schneeschauer. Mit dem Landgang am Damoy-Point sind wird heute spät dran. Hoffentlich kommen wir rechtzeitig zum Abendessen zurück.

    Update 22:00 Uhr: Der Landgang führte uns diesmal über schneebedecktes Gelände an einer Pinguinkolonie entlang. Damoy Point war früher der Punkt, wo Schiffe Leute abgesetzt haben, die von dort mit Flugzeugen weiter zu den Forschungsstationen transportiert wurden. Die orange Hütte diente als Warteraum, wenn die Flugzeuge wegen der Wetterlage mal einige Tage nicht fliegen konnten. Der Landgang endete für mich (Peter) mir einem (sehr kurzen) Bad im arktischen Wasser, Temperatur ca. 1° Celsius! Brrrr, dagegen ist ein Bad in 17° kaltem Ostseewasser schon ein Warmbadetag.

    Beim Abendessen
    Vier Stiefel im Schnee…
    Brrr, ist das kalt
    Das Tenderpit, von wo die Zodiacs abfahren
  • 14. März: Unser erster Eisberg

    14. März: Unser erster Eisberg

    14. März 2025
    Antarktis & Chile 2025, Reisebericht

    Erstmal nur ganz kurz. Als wir heute morgen die Gardinen öffneten sahen wir unseren ersten Eisberg. Gleich geht es an Deck um die Fahrt durch die French Passage zum Pleneau Island zu genießen.

    Später mehr.

    Update 13:30: Inzwischen hatten wir schon das volle Programm. Gleich nachdem ich den ersten Absatz veröffentlich hatte, kamen zwei Walrücken in Sicht. Im Laufe des Vormittags haben wir dann noch diverse Buckelwale und auch Gruppen von Eselspinguinen gesehen. Dazu dann noch die Fahrt zwischen Eisbergen, die in verschiedenen Blautönen leuchten. Ein ganz toller erster Eindruck von der Antarktis.

    Inzwischen liegen wir vor Pleneau Island und haben bei frischen Temperaturen und leichtem Schneeregen die erste Bootstour gemacht. Dabei kamen wir ganz dicht an eine Kolonie von Eselspinguinen. Sehr putzig, was da so los ist, und sehr geruchsintensiv.

    Gleich geht es dann noch mal los und wir betreten erstmals Land im Antartischen Kontinent.

    Update 17:00 Uhr: Der Landgang war sehr interessant. Kein Schnee, sondern glatte Felsen und wo noch Schneereste sind wachsen grüne Schneealgen. Ein paar Krabbenesser-Robben lagen faul rum und überall wuseln die niedlichen Pinguine umher.

    Ich hatte versprochen, auch noch über Citizen Science zu schreiben. Eines der größten Probleme von (Natur)Forschern ist es, ausreichend Daten zu sammeln. Hier setzt die Idee von Citizen Science an. Mithilfe der modernen Techniken kann sich Jedermann und -frau an der Datensammlung beteiligen. So entstehen große öffentliche Datenbanken, die von Forschern und der Allgemeinheit (z.B. in Form von Karten mit den Beobachtungsdaten) benutzt werden können. Es gibt viele verschiedene Projekte, z.B. Wolkenbeobachtung, Vogelbeobachtung, Walbeobachtung etc. Auf unserer Reise werden eBird, iNaturalist und Happywhale unterstützt.

    Bei eBird geht es, wie der Name sagt, um Vogelbeobachtung, während iNaturalist Daten über alle Lebewesen sammelt. Die Projekte sind global und es gibt auch Daten aus Norddeutschland darin. Unschwer zu erraten, was es mit Happywhale auf sich hat.

    Unter https://www.inaturalist.org/projects/2025-mar-11-mar-21-ms-roald-amundsen-highlights-of-antarctica-amant2505 könnt ihr alle Beobachtungen von unserer Reise sehen, die die Reiseteilnehmer und Expeditionsleiter hochladen.

    Eselspinguine
    Eine „Eisgondel“
    Buckelwale
    Die Fluke eines Buckelwals
  • 13. März: Seetag 2, Nebel

    13. März: Seetag 2, Nebel

    13. März 2025
    Antarktis & Chile 2025, Reisebericht

    Gerade gut gefrühstückt (auch Ilka ist nach einem guten Schlaf wieder mit Appetit dabei) starten wir in den zweiten Seetag. Der halbe Weg zur Antarktischen Halbinsel ist geschafft. Unsere Position ist 61°08‘ Süd und 65°22‘ West und damit sind wir offiziell im Antarktischen Gebiet.

    Heute stehen zwei Termine an, die mit dem strengen Schutz der Antarktis zu tun haben. Gemäß dem Antarktis Vertrag von 1959 ist die Antarktis zwischen 60 und 90 Grad südlicher Breite ausschließlich friedlicher Nutzung vorbehalten. Militärische Übungen und Abbau von Bodenschätzen ist hier untersagt. Zu dem Vertragswerk gehören verschiedene Protokolle zum Schutz von Flora und Fauna sowie der Umwelt.

    1991 wurde die IAATO gegründet mit dem Ziel, einen Tourismus im Sinne der Verträge sicherzustellen. Der Grundsatz der IAATO lautet: „Leave nothing but Footsteps, take nothing but memories and Fotos“. Dafür gibt es sehr strikte Regeln. Für die Landgänge benutzen wir kein eigenes Schuhwerk. Jeder hier an Bord bekommt Stiefel geliehen, die vor und nach jedem Landgang desinfiziert werden. Um das Einschleppen von fremden Arten zu verhindern werden alle Kleidungsstücke, die als äußerste Schicht getragen wird, abgesaugt, z.B. Jacken, Hosen, Handschuhe, Mütze.

    Wegen der hochansteckenden Vogelgrippe ist es außerdem derzeit nicht erlaubt, sich an Land irgendwo hinzusetzen oder den Rucksack abzustellen.

    Außer den Terminen zum Abholen der Stiefel und Absaugen der Kleidung gibt es heute wieder verschiedene Vorträge, z.B. zu Citizen Science Projekten, dazu später mehr. 

    Jetzt wollen wir erst mal an Deck und schauen, ob es da außer Nebel etwas zu  sehen gibt.

    Der Nebel hat sich gelichtet und man konnte den Horizont sehen. Es flogen einige Vögel vorbei, z.B. Riesen-Sturmvögel und junge Graukopf-Albatrosse. Einmal kurz gab es Aufregung, weil jemand meinte, etwas im Wasser gesehen zu haben, aber das war wohl ein Fehlalarm.

    Update 20:00 Uhr: Wir nähern uns der Antarktischen Halbinsel und sollten demnächst auch mal Eisschollen auf dem Wasser sehen. Kein Problem, denn unser Schiff hat Eisklasse 6. Morgen wird es dann spannend. Wir erreichen am vormittag Pleneau Island und haben nachmittags die erste Bootstour und den ersten Landgang, wenn denn das Wetter mitspielt.

    Da es heute noch nicht allzu viel Natur zu sehen gab, hier auch einige Bilder vom Inneren des Schiffes.

    Fahrstuhlschacht mit Display über 7 Stockwerke
    Restaurant Lindstrøm
    Vortragsraum
    Science-Center
    Science-Center
    Panorama-Lounge (Deck 10)
    Panorama-Lounge (Deck 10)
  • 12. März: Raue See

    12. März: Raue See

    12. März 2025
    Antarktis & Chile 2025, Reisebericht

    Die Drake Passage empfängt uns gleich mit Hochseegefühl. Das Schiff stampft kräftig in den Wellen, trotz Axtbug. Wir fahren seit dem Ende des Beagle-Kanals mit 10 bis 11 Knoten Kurs Süd. Die Sonne versucht tapfer, sich durch die dichten Wolken zu kämpfen, was ihr aber nur selten gelingt.

    Heute haben wir einen Seetag mit diversen Vorträgen zu den kommenden Tagen, u.a. Eine obligatorische Antarktis-Unterweisung und die obligatorische Einweisung für alle, die Kajak fahren wollen.

    Gestern Abend waren wir nach einem exzellenten Dinner noch an Deck zur Vogelbeobachtung und haben schon einige Albatrosse und andere uns bisher unbekannte Arten gesehen.

    Auf dieser Reise gibt es sogar ein kleines Unterhaltungsprogramm. Nicky spielt am Piano Lieder zu verschiedenen Themen, heute zur Tea Time z.B. sentimentale Lieder und Abends Billy Joel, Neil Diamond & Cat Stevens.

    Übrigens auch vielen Dank für die netten Kommentare und guten Wünsche. Wir antworten nicht darauf, aber freuen uns darüber.

    Update 18:00 Uhr: Wir sind den ganzen Tag weiter nach Süden gedampft und die Sonne hat schließlich aufgegeben. Seit Mittag ist es trübe und es regnet. Außer ab und zu einem Vogel, der das Schiff umkreist gab es draußen nichts zu sehen (und damit auch keine neuen Fotos)

    Die Einführungsvorträge haben schon mal viel Lust gemacht auf die kommenden Tage. Morgen haben wir noch einen Seetag und ab Donnerstag gibt es dann, wenn das Wetter mitspielt (und das ist immer der bestimmende Faktor) Landausflüge, Bootstouren und andere Aktivitäten.

    Eben hat sich noch mal die Schiffsführung und das Expeditionsteam vorgestellt. Faszinierend, wie international und mit welcher Mischung von Disziplinen das Team besetzt ist.

    Gleich ist es Zeit für das Dinner. Mal sehen, was Ilka essen kann. Der Seegang hat ihr dann doch ein wenig zugesetzt und sie fühlte sich etwas matt.

  • 11. März: Einschiffung

    11. März: Einschiffung

    11. März 2025
    Antarktis & Chile 2025, Reisebericht, Uncategorized

    Der Transport von Buenos Aires nach Ushuaia verlief unspektakulär, wenn man mal davon absieht, dass Frühstück um 2 Uhr morgens mit Hochbetrieb im Frühstücksraum des Hotels schon etwas schräge ist.

    Ushuaia empfing uns mit einer steifen Brise und einem schönen Regenbogen. Die Temperatur ist, 3.000 km südlich von Buenos Aires, naturgemäß anders. Es ist kühl und bewölkt, aber ab und zu guckt auch die Sonne durch.

    Bevor wir auf das Schiff konnten, gab es erst einmal eine Rundfahrt über die Große Feuerland Insel (dass Feuerland nur aus Inseln besteht war mir bisher nicht klar). Wir lernten etwas über Biologie, Geografie, Geschichte und politische Verhältnisse hier. Zwischendurch gab es ein Mittagessen in einem im Winter als Skihütte genutzten Restaurant. Dort habe ich auch einen Leuchtturm entdeckt, allerdings nur auf einer Wasserflasche.

    Um halb drei durften wir dann auf das Schiff und unsere Kabine beziehen und nun läuft das volle Programm: Koffer auspacken, Schiff erkunden, Welcome Drink nehmen, Expeditionsjacke abholen. Gleich kommt dann noch die Sicherheitsübung und nachher das erste Abendessen an Bord.

    Update: Nach der Sicherheitseinweisung hieß es um 18:05 Leinen los und wir sind unterwegs. Für die nächsten Tage wird etwas Seegang erwartet . . .

    Das WLAN hier an Bord bzw. die Internetverbindung ist etwas lahm, obwohl wir noch im Hafen liegen. Das wird in den nächsten Tagen sicherlich nicht besser. Ich werde also zunächst immer den Text veröffentlichen und dann erst Bilder hochladen, soweit möglich.

  • 10. März: Stadtbesichtigung Tag 2

    10. März 2025
    Antarktis & Chile 2025, Reisebericht

    Gestern Abend sind wir nur noch kurz rausgegangen und haben uns ein Lomito geteilt. Das ist so etwas wie ein Hamburger, nur dass zwischen den Brötchenhälften kein Hack-Patty liegt, sondern Rinderfilet. Danach sind wir dann ziemlich gleich ins Bett und haben gut geschlafen, sind allerdings recht früh aufgewacht.

    Nach einem ausgedehnten Frühstück (das Buffet ist mehr als 10 Meter lang) haben wir uns erst mal die Informationen über die Weiterreise nach Ushuaia geholt. Das wird ziemlich sportlich: Frühstück von 2-3 Uhr, der Bus zum Flughafen fährt um 3 Uhr ab (Charterflieger müssen halt vor den Linienflügen raus).

    Dann ging es los, weiter die Stadt zu entdecken, diesmal nördlich bis nordöstlich des Plaza de Mayo. Erster Höhepunkt war, im wahrsten Sinne des Wortes, die Aussichtsplatform auf der Galeria Güemes. Von oben kann man mal das endlose Häusermeer sehen, aber auch bis zum Rio de la Plata sehen. Weiter ging es durch die Fußgängerzone Florida zu den Galerias Pacifico, mit einer sehenswerten Kuppel, und zum Park San Martin. Schön, dass es zwischen den langen, eng bebauten Straßen immer wieder grüne Ecken gibt. Immer wieder fasziniert auch das Nebeneinander von Alt und Neu. Danach haben wir den Bahnhof Retiro besichtigt, einst einer der größten Bahnhöfe der Welt.

    Von dort sind wir Richtung Osten gegangen und haben uns erst mal eine Pause verdient, mit einem leckeren Fruchtsaftcocktail. Weiter ging es Durch die belebte Wohngegend mit vielen Läden zur interessantesten Buchhandlung der Stadt, El_Ateneo_Grand_Splendid. Eine Buchhandlung in einem ehemaligen Theater. Sieht toll aus.

    Nächstes Ziel unserer Wanderung durch die Stadt war der Obelisk, das Zentrum der Stadt mit einem riesigen Platz. Die Straße Avenida 9 de Julio, einst die breiteste Straße der Welt, mit 7 Spuren je Fahrtrichtung. Die Straße nimmt die Breite eines ganzen Blocks im Schachbrettmuster der Straßen von Buenos Aires ein.

    Der nächste Absatz ist nichts für ‚eingefleischte‘ Veganer und Vegetarier 😉.

    Wir waren inzwischen hungrig und die Füße wurden müde, so haben wir uns eine typische Parilla, ein Steakhaus, gesucht. Die Portionen hier sind riesig und so haben wir uns ein Filetsteak mit Pommes Frites und einem Salat geteilt und waren dann auch gut gesättigt. Bier gibt es hier in 1 Liter Flaschen und heute wurde das Bier sogar im Weinkühler gekühlt.

    Vom Restaurant sind wir gemütlich zum Hotel gebummelt und haben die Atmosphäre genossen. Wenn Buenos Aires das Paris der Südhalbkugel genannt wird, so ist da was dran.

    Neu hinter Alt
    Blick zum Rio de la Plata
    Blick über die Stadt
    Endloses Häusermeer
    Das landet demnächst auf dem Teller
  • 9. März: gut in Buenos Aires angekommen

    9. März 2025
    Antarktis & Chile 2025, Reisebericht

    Schon mal eine kurze Zwischenmeldung. Wir sind gut in Buenos Aires angekommen. Die Flüge waren sehr voll, aber pünktlich (Ankunft 7:30 Uhr Ortszeit in Buenos Aires). Eine Nacht im Flugzeug ist nie einfach. Da wir Economy Plus Sitze mit mehr Platz gebucht hatten konnten wir sogar etwas schlafen 😴 . Der Transfer zum Hotel klappte auch reibungslos. Das Zimmer war erwartungsgemäß zu dieser frühen Uhrzeit noch nicht fertig. Wir konnten unsere Sachen aber dort lassen und haben bei schönstem Wetter und angenehmen Temperaturen eine Runde durch Puerto Madero gedreht, sozusagen die Hafen City von Buenos Aires. Unten ein paar Eindrücke von unserem Spaziergang.

    Inzwischen ist es hier kurz vor 13:00 Uhr (wir sind 4 Stunden hinterher) und wir konnten in unser Zimmer. Wir sind richtig froh, dass wir rechtzeitig vor dem Streik abgeflogen sind. Dass schon heute gestreikt wird ist ein Ding. Das hätte uns voll erwischt, wenn wir nicht noch eine Extra-Nacht hier gebucht hätten.

    Nachdem wir uns im Hotelzimmer eingerichtet hatten sind wir wieder losmarschiert, zunächst zum Plaza de Mayo mit der Casa Rosada, dem Sitz der Regierung.

    Danach sind wir Richtung San Telmo gegangen, durch die Straße Defensa bis zum Plaza Dorrego. Sonntags ist in der Straße von Anfang bis Ende Kunsthandwerkermarkt und es ist viel los, auch auf dem Plaza Dorrego und in der Markthalle von San Telmo.

    Im Café Belgrano haben wir leckere Empanadas gegessen und ein süffiges Bier getrunken.

    Zu Argentinien gehört natürlich Musik und vor allem Tango und das hat man heute Nachmittag in San Telmo richtig gespürt. Neben vielen Straßenmusikern zeigten an mehreren Straßenecken und auf dem Plaza Dorrego Tango-Pärchen ihr Können.

    Die Flugstrecke
    Unser Flieger
    Die Frauenbrücke
    Ein Denkmal für Taxifahrer
    Unter den Pflanzen ist Wasser
    Tango
    lecker 😋

  • 8. März: Heute geht es los

    8. März: Heute geht es los

    8. März 2025
    Antarktis & Chile 2025, Reisebericht

    Die Koffer sind gepackt und wir warten auf das Taxi. Anders als erwartet verlassen wir Hamburg bei besten Frühlingswetter. Das gibt uns schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf Buenos Aires.

    Am Flughafen ging alles ganz flüssig, man musste nicht mal die Flüssigkeiten und elektronischen Geräte aus dem Rucksack auspacken. Nun warten wir am Gate und sehen einen schönen Sonnenuntergang.

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