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  • 27. März: Ausflugstag

    27. März: Ausflugstag

    27. März 2025
    Antarktis & Chile 2025, Reisebericht

    Heute ist richtiges Kreuzfahrtgefühl. Das Schiff liegt knapp 5km von Puerto Natales an der Pier und es gibt einen Shuttlebus in das Ortszentrum. Die meisten Passagiere haben einen Ausflug zum Torres del Paine Nationalpark gebucht. Das ist mit jeweils zweieinhalb Stunden Hin- und Rückfahrt verbunden. Auf 5 Stunden Busfahrt haben wir keine Lust und gehen daher auf eine 3-Stunden Tour mit Stadtbesichtigung und Besuch der Milodon-Höhle. Da bleibt uns dann der Nachmittag für eigene Erkundungen der Umgebung.

    Update 15:30: Die Milodon Höhle ist recht beeindruckend. Sie entstand, als sich die Gletscher nach der letzten Eiszeit zurückzogen und man kann sich gut vorstellen, dass vor 10.000 Jahren Menschen in der Höhle gelebt haben. Die Führung selbst war nicht so toll. Wir hatten zwar eine deutsche Reiseführerin im Bus, aber die hatte keine Ahnung und auch keinerlei Talent zum Erzählen. Wie sich herausstellte ist sie eine Praktikantin hier vor Ort und musste einspringen, weil der eigentlich vorgesehene Guide erkrankt ist.

    Die Landschaft hier ist so ganz anders als wir sie bisher, westlich der Anden, erlebt haben. Hier ist es eine flache Steppe, denn die Gegend liegt im Regenschatten der Anden, das heißt, bei den vorherrschenden Westwinden regnen sich die Wolken beim Aufstieg auf der Westseite der Anden ab und sie haben auf der Ostseite nicht mehr genug Wasser zum regnen. Die meiste Feuchtigkeit hier kommt vom Schmelzwasser der noch vorhandenen Gletscher.

    Das war ein langer Weg …
    Größenvergleich Ilka und Milodon

    Eben kam eine durchsage, dass es an Bord einige Erkrankungen (vermutlich Magen-Darm) gibt und verschärfte Hygienemaßnahmen angewendet werden. Sauna, Gym und Pools sind geschlossen und man sieht überall Leute, die alle Oberflächen abwischen. Mal schauen, ob sich da noch was ausbreitet. Es kann auch sein, dass sich die Erkrankten hier im Ort etwas aufgesackt haben.

  • 26. März: Durch die Anden

    26. März: Durch die Anden

    26. März 2025
    Antarktis & Chile 2025, Reisebericht

    Heute wird es spektakulär. Wir wollen nach Puerto Natales. Dazu fahren wir zunächst auf verschlungenen Wegen durch enge Fjorde. Um von der Westseite der Anden, wo wir uns derzeit befinden, auf die Ostseite zu kommen, müssen wir durch die White Narrows. Das ist ein Tal in der Andenkette, das so tief ist, das man es mit Schiffen befahren kann. Es ist allerdings sehr eng. Wir passen gerade noch durch, müssen aber auf Stauwasser warten, um da problemlos durch zu kommen. Das soll gegen 16:00 Uhr der Fall sein.

    Der Tag beginnt schon mal vielversprechend. Wir haben klaren Himmel und glattes Wasser. Das gab schon schöne Bilder.

    Update 16:30: Kurz nach 16:00 Uhr war es soweit. Die Fahrt durch die Engstelle konnte beginnen. Anfangs sah man nicht, wo wir durch wollen. Das man da nicht bei Nacht und/oder Strömung durch möchte ist nur zu verständlich. Daher haben wir morgen einen ganzen Tag in Puerto Natales und fahren erst übermorgen Vormittag hier wieder raus, wenn wieder die Tide kippt.

    Zu der spektakulären Fahrt durch die Engstelle kam hinzu, dass zur gleichen Zeit sieben Andenkondore hoch über dem Schiff kreisten. Bis dahin hatten wir nur vereinzelt welch in größerer Entfernung gesehen.

    Das Wetter ist jetzt sehr schön, sonnig und fast windstill. Ach ja, viele kleine Leuchtfeuer säumen unseren Weg 🙂

    Wo wollen wir da durch?
    Ah, hier!
    Passt doch
    Geschafft!
  • 25. März: Chilenische Fjordlandschaft-Süd

    25. März: Chilenische Fjordlandschaft-Süd

    25. März 2025
    Antarktis & Chile 2025, Reisebericht, Uncategorized

    Heute ist mal wieder ein „Seetag“, dass heißt, wir fahren den ganzen Tag und haben keinen Hafenstopp oder Anlandung. In der Nacht sind wir noch wieder ein Stück auf den offenen Pazifik hinaus gefahren, um die Westspitze von Feuerland zu umrunden. Das hat man deutlich gemerkt, es hat wieder etwas geschaukelt. Inzwischen (9:00 Uhr) fahren wir gemütlich durch die südlichen Chilenischen Fjorde. Diese Landschaft ähnelt sehr stark der Norwegischen Küste. Überall die von Gletschern rund geschliffenen, stark zerklüfteten, Hügel und Berge. Später am Tag werden wir den westlichen Teil der Magellanstraße befahren.

    Heute sind hauptsächlich Tierbeobachtung und einige wissenschaftliche Vorträge angesagt.

    Für diesen Teil der Reise gibt es ein neues Projekt bei iNaturalist. Die Beobachtungen (und Fotos) auf diesem Törn sind zu finden unter https://www.inaturalist.org/projects/2025-mar-21-apr-4-ms-roald-amundsen-in-depth-patagonia-chilean-fjords-expedition-amant2506

    Update 15:00 Uhr: Um 13:00 Uhr sind wir in die Magellanstraße eingebogen und fahren nun in nordwestliche Richtung. Gegen 14:00 Uhr haben wir Cape Froward, den südlichsten Punkt des südamerikanischen Festlands, passiert. Hier gab es immerhin wieder etwas bessere Sicht, nachdem es am Vormittag sehr trübe war. Außer Vögeln (immerhin zwei Andenkondore, die größten flugfähigen Vögel, in der Ferne auf Felsen sitzend) gab es nur ein paar Seehunde zu sehen.

    Bei einer Session im Science Center wurden per Mikroskop (auf große Bildschirme übertragen) einige Lebewesen aus den gestern gesammelten Proben gezeigt. Es ist immer wieder erstaunlich, welche Vielfalt und Schönheit auch in dieser mikroskopisch kleinen Welt existiert.

    Da es heute nicht viele Fotos von Tieren gibt, kurz mal etwas über die Verpflegung an Bord. Wir essen im Restaurant mit Bedienung, da wir nicht so große Fans von Buffets sind. Mittags und Abends gibt es Drei-Gänge Menüs und zum Frühstück können wir zwischen Eierspeisen, Müsli etc. auswählen. Alkoholfreie Getränke, Bier, Wein und diverse Cocktails sind All-Inclusive. Wir sind also rundum versorgt und schon ganz gespannt, was die Waage zu Hause so vermelden wird. Apropos, haben wir schon erwähnt, dass wir schon mehr als die Hälfte der Reise hinter uns haben (aber immerhin noch 10 Tage vor uns).

  • 24. März: Gletscher

    24. März: Gletscher

    24. März 2025
    Antarktis & Chile 2025, Reisebericht

    Mal schauen, was der Tag heute bringt. Der ursprüngliche Plan ist dem Wind zum Opfer gefallen. Eigentlich sollten wir jetzt (9:00 Uhr) schon in der Bucht des Pia-Gletschers liegen und die ersten Kajakfahrer (wir heute nicht) sollten schon unterwegs sein. Durch den starken Wind in der Nacht (bis zu 60 Knoten) musste das Schiff langsamer fahren und die Einfahrt in die Bucht war noch nicht möglich. Wir warten nun, wie sich das Wetter entwickelt.

    Update 10:00 Uhr: Inzwischen liegen wir vor dem Pia Gletscher mit einem schönen Blick auf den Monte Darwin. Das geplante Programm findet nun mit knapp 4 Stunden Verzögerung statt. Wir fahren nach dem Mittagessen mal wieder mit dem Science-Boot raus für einige Messungen.

    Da wir uns in den nächsten Tagen am Patagonischen Eisschild lang bewegen, gab es eben einen Vortrag über das Leben der Gletscher. Sehr interessant und kurzweilig. Erschreckend sind die Zahlen über den gegenwärtigen Rückgang der Gletscher, sowohl in der Länge als auch in der Dicke.

    Die Fahrt mit dem Science-Boot war sehr interessant. Die Sichttiefe im Wasser war an der einen Stelle 1,20 Meter und an der anderen Stelle nur 20 Zentimeter. Das liegt nicht etwa am Phytoplankton, sondern an den Mineralien, die der Gletscher in den Fjord trägt. Die CTD-Messung (Conductivity, Temperature, Depth) zeigte uns, dass das Frischwasser vom Gletscher an der Oberfläche bleibt und sich nur langsam mit dem salzigeren Meerwasser in der Tiefe mischt. Die Temperatur des Wassers stieg zunächst mal etwas an und sank dann kontinuierlich ab.

    Nach den Messungen konnten wir an Land gehen und den Gletscher von etwas näher betrachten. Da hatten wir Sonne und blauen Himmel und sind fast ins Schitzen gekommen. Ab und an gab es einen ordentlichen Rumms, wenn wieder Eis vom Gletscher abbrach und ins Wasser fiel.

    PS: ich habe gerade herausgefunden, wie ich die Bildergalerie so einrichte, dass man auf die Bilder klicken kann um sie zu vergrößern 😀

    Wo ist Ilka?
    Das bleibt, wenn der Gletscher geht …
    Magellan-Dampfschiffente (die heißt wirklich so)
  • 23. März: Wandern in Puerto Williams

    23. März: Wandern in Puerto Williams

    23. März 2025
    Antarktis & Chile 2025, Reisebericht

    Heute haben wir „Auslauf“. Wir liegen vor Puerto Williams und haben die Gelegenheit, dort zu wandern.

    Puerto Williams ist, nach chilenischer Lesart, die südlichste Stadt der Welt. Aus argentinischer Sicht ist Ushuaia die südlichste Stadt der Welt, denn mit seinen gut 2.000 Einwohnern sei Puerto Williams keine Stadt. Das ist nur ein, eher kurioser, Konflikt zwischen Chile und Argentinien. In der Vergangenheit gab es sehr ernsthafte Auseinandersetzungen um Gebietsansprüche hier unten. Feuerland wurde zum Beispiel 1881 durch den Meridian 68° 36′ westlicher Länge zwischen Argentinien (östlicher Teil) und Chile (westlicher Teil) aufgeteilt. Als Südgrenze Argentiniens wurde der Beagle-Kanal festgelegt, wobei dann später ein Streit entstand, wo der Beagle-Kanal im Osten endet.

    Noch eine Anmerkung zu gestern. Am Nachmittag gab es einen Vortrag über die kommerzielle Segelschiffahrt, mit den goldenen Zeiten der Klipper (schnelle Frachtsegler aus Holz) und Flying P-Liner. Für diese Frachtsegler war Kap Hoorn immer eine große Herausforderung, insbesondere der Weg von Ost nach West, gegen die Strömung und die vorherrschenden Winde. Abends wurde dann der legendäre Film von Irving Johnson über eine Kap Hoorn Umrundung auf der Peking gezeigt. Unglaublich, was die Seeleute damals aushalten mussten und unbedingt sehenswert (https://www.youtube.com/watch?v=xIADltbHnwM).

    Update 15:30: Nach einer 10,5 km Wanderung sind wir zurück an Bord und stärken uns mit einer heißen Schokolade und einem Stück Kuchen (Mittagessen ist heute ausgefallen). Das Wetter während der Wanderung war gemischt. Eine ganze Zeit lang gab es Sprühregen. Inzwischen ist die Sonne wieder durchgekommen, aber der Wind ist ordentlich aufgefrischt.

    In Puerto Williams ist es ähnlich wie in Ushuaia. Es gibt einiges neu gebautes und daneben ärmliche alte Hütten, die langsam verfallen. Zudem ist deutlich zu sehen, dass der Ort vor allem wegen der Marinebasis besteht. Auf der Wanderung haben wir auch Reste von alten Geschütztürmen gesehen, Zeugnis des lange Zeit sehr angespannten Verhältnisses zwischen Chile und Argentinien.

    Update 20:00 Uhr: Wir fahren mit viel Gegenwind westwärts durch den Beagle-Kanal und passieren gerade noch mal Ushuaia mit dem Leuchtturm Faro les Eclaireurs (bisher habe ich es immer verpasst, ihn zu fotografieren).

  • 22. März: Kap Hoorn voraus

    22. März: Kap Hoorn voraus

    22. März 2025
    Antarktis & Chile 2025, Reisebericht

    10:30: wir sind unter Land bei der, zu Chile gehörenden, Isla de Hornos und werden bald erfahren, ob eine Anlandung möglich ist. Die Überfahrt hierher war wieder mit reichlich Wind (bis zu 7 Bft) und Schwell verbunden. Dass das Kap Hoorn immer sturmumtost ist, kann man gut nachvollziehen. Hier weht fast immer und gänzlich ungehindert ein starker Westwind, der auch den Antarktischen Zirkumpolarstrom antreibt. Im Schutz der Insel ist es nun ruhiger.

    Der Himmel ist ganz freundlich und heute morgen hatten wir ein schönes Morgenrot und einen Regenbogen.

    Update 11:15: Gerade kam die Durchsage, dass es mit der Anlandung klappt. Da haben wir mal wieder viel Glück. Die Erfahrung des Expeditionsteams ist, dass es nur in etwa einem Fünftel der Versuche möglich ist, sicher an Land zu kommen.

    Update 13:30: Ja, wir waren am/auf Kap Hoorn. Mehr dazu mit einer separaten Bildergalerie weiter unten.

    Es ist ein tolles Gefühl, an diesem legendären Ort zu sein, dessen Umrundung so vielen Seglern in den vergangenen Jahrhunderten ernsthafte Schwierigkeiten bereitet hat. Es wurde uns allerdings auch nicht ganz leicht gemacht. Von der Landestelle mussten wir erst einmal 150 Stufen nach oben klettern und oben pfiff dann ein starker Wind.

    Man ist hier aber nicht ganz so ab von der Zivilisation wie in der Antarktis. Es gibt Stege, auf denen man zum Leuchtturm gehen kann und die Leuchtturmwärterfamilie betreibt dort einen kleinen Laden. Neben dem Leuchtturm steht eine kleine Kapelle und es gibt einen Hubschrauberlandeplatz.

    Zu dem Denkmal für die Kaphoorniers konnten wir nicht gehen, da der Steg dorthin beschädigt ist. Das Denkmal stellt einen Albatros dar (als Luft zwischen den Metallplatten), das Symbol der Bruderschaft der Kaphoorniers und gleichzeitig die Bezeichnung für diejenigen, die als Kapitän mit einem Segelschiff ohne Hilfsmotor Kap Hoorn umrundet haben. Die alten Seeleute sahen in den Albatrossen die Seelen der Seemänner, die hier in der Gegend ihr Leben gelassen haben.

    Hier ein paar Bilder von der Isla de Hornos. Der südlichste Punkt der Insel, zu dem wir aber nicht hingehen konnten, ist auf dem einen Foto mit einem Pfeil markiert.

  • 21. März: Ushuaia, Feuerland

    21. März: Ushuaia, Feuerland

    21. März 2025
    Antarktis & Chile 2025, Reisebericht

    Heute gibt es einen Hafentag. Auf der Pier herrscht emsiges Treiben. Nachschub wird an Bord gebracht und die wartenden Busse füllen sich mit Abreisenden Passagieren.

    Nach dem Abendessen haben wir gestern noch einen Rundgang durch Ushuaia gemacht. Man muss bei jedem Schritt aufpassen, wohin man tritt. Es gibt reichlich Stolperfallen. Ansonsten ist es hier reichlich touristisch, fast wie in einem Ort an der Küste. Es gibt reichlich Souvenierläden, was kein Wunder ist, denn Ushuaia ist der Ausgangspunkt für die meisten Fahrten in die Antarktis.

    Die Bustour in den Feuerland Nationalpark brachte uns zum südlichsten Postamt Argentiniens und zum Ende der Nationalstraße 3. Dort ist gleichzeitig das südliche Ende der Panamerikana. Wir konnten viele verschiedene Vogelarten beobachten und haben uns gewundert, dass es hier unten auch Löwenzahn, Klee und Ampfer gibt. Das wurde wahrscheinlich von Touristen eingeschleppt. Nach der Rückkehr und einem kurzen Mittagessen an Bord an haben wir Ushuaia bei Tageslicht erkundet. Die Stadt ist in den letzten Jahren schnell gewachsen und das kann man auch sehen. Überall wird gebaut, während einige alte Häuser leer stehen und verfallen. Man gibt sich Mühe, die Wasserseite hübsch zu gestalten, aber wenn Fitnessgeräte, ein Spielplatz und Ruhebänke zwischen den Fahrstreifen der stark befahrenen Straße eingeklemmt sind, ist das schon etwas schräg.

    Nun sind wir bereit zum Ablegen und der zweite Teil unseres Abenteuers beginnt. Erstmal geht es Richtung Kap Horn. Wenn wir viel Glück mit dem Wetter haben, können wir dort sogar an Land gehen.

  • 20. März: Beagle-Kanal

    20. März: Beagle-Kanal

    20. März 2025
    Antarktis & Chile 2025, Reisebericht

    Beim Abendessen war es gestern Abend noch so ruppig, dass Gläser (nicht bei uns) umfielen und aus der Kombüse ein paar Mal heftiges Geschepper zu hören war. Als wir ins Bett gingen war es schon merklich ruhiger. Heute Morgen sind wir am Anfang des Beagle-Kanals angelangt und das Schiff liegt ruhig im Wasser, fast schon ein ungewohntes Gefühl. Der Himmel ist blau, die Sonne ist gerade aufgegangen und diverse Vögel fliegen um das Schiff.

    Update 17:30 Uhr: Nach einer wunderschönen Fahrt durch den Beagle-Kanal haben wir um 17:30 in Ushuaia angelegt. Das gibt uns die Gelegenheit, nach dem Abendesseb heute mal das Nachtleben von Ushuaia zu erkunden.

    Während der Fahrt durch den Beagle-Kanal hatten wir sehr viele Vögel um das Schiff und auch etliche Wale. Wir waren viel draußen, bei Sonnenschein und immer noch kräftigem Wind. Ansonsten gab es noch einige Rückblicke auf die Reise bisher und soeben, neben den Abschiedsworten des Kapitäns an die Leute, die morgen von Bord gehen, eine Foto/Videoshow des Bordfotografen. Die bekommen wir alle auch zugeschickt und das sind natürlich viel bessere Bilder als wir sie selbst gemacht haben. Wir werden sicher mal einen Termin organisieren, um allen, die daran interessiert sind, die Bilde rund Videos zu zeigen.

    Das ist also das Ende des ersten Teils unserer Reise und morgen beginnt der zweite Abschnitt. Wir sind sehr gespannt, was der uns bringen wird.

  • 19. März: Ein wilder Ritt

    19. März 2025
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    Wie vorhergesagt haben wir viel Wind (Windstärke 7+ von vorn) und Wellenhöhen von 5 bis 6 Metern. Entsprechend fühlt es sich an Bord an wie eine wilde Achterbahnfahrt. Trotz Axtbug geht das Schiff am Bug kräftig auf und ab.

    Gestern Abend gab es noch einen kurzen Vortrag über den Walfang. Der Walfang in der Antarktisregion begann erst, nachdem die Bestände im Nordatlantik so stark dezimiert waren, dass es sich dort nicht mehr lohnte. Es dauerte bis in die 80er-Jahren, bis man begann, die Wale zu schützen. Bis dahin wurden in der Antarktis 2,9 Millionen Wale erlegt. Die Auswirkungen sind bis heute zu spüren.

    Heute gab es noch wieder diverse Vorträge, z.B. über Plastik in der Umwelt, die Evolutionsgeschichte der Pinguine und Erdbeben.

    Fotos gibt es heute nur von schäumendem und fliegenden Wasser. Mittags kam sogar mal die Sonne durch, aber der Schwell bleibt. Auf den Bildern kann man im Vergleich sehr schön die Bewegung des Schiffes sehen.

    Auf …
    … und ab
  • 18. März: Kurs Nord

    18. März: Kurs Nord

    18. März 2025
    Antarktis & Chile 2025, Reisebericht, Uncategorized

    Nach vier intensiven Tagen in der Antarktis ist das Schiff nun wieder auf dem Kurs Richtung Südamerika. Das ist ein Tag früher als ursprünglich geplant, wir haben aber nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Auf dem Weg durch die Drake-Passage erwartet uns ein kräftiges Sturmtief und das Schiff muss langsamer fahren, so dass wir eher aus der Antarktis abfahren mussten um rechtzeitig in Ushuaia zu sein. Dort steigen die Passagiere aus, die nur den Antarktis-Teil der Reise gebucht haben. Andere, die den zweiten Teil der Reise gebucht haben, steigen ein.

    Noch ein paar Anmerkungen zum Kontinent Antarktika. Warum ist es hier viel kälter als in nördlichen Breiten?

    Bis vor 30-40 Millionen Jahren war die Antarktis Teil des Großkontinents Gondwana und es herrschte ein mildes Klima mit entsprechender Tier und Pflanzenwelt. Nachdem sich die Landmasse abgetrennt hatte und allseits von Wasser umgeben war, bildete sich der Atlantische Zirkumpolarstrom, der Antarktika sehr effektiv von warmen Meeresströmungen abschirmt. Es fehlt hier also so etwas wie der Golfstrom, der große Wärmemengen nach Nordeuropa trägt.

    Und warum können Pinguine nicht fliegen? Die einfache Antwort: weil sie es nicht brauchen. In der Antarktis gibt es keine Land-Säugetiere. Diese wurden bei der letzten Eiszeit vertrieben und wegen der fehlenden Landbrücken konnten sie nicht wieder in die Antarktis einwandern. Solange sie an Land beziehungsweise auf dem Eis sind, sind Pinguine also sicher vor Jägern und müssen nicht fliegen um zu fliehen. Dafür können sie um so besser schwimmen, denn im Wasser gibt es Robben und Wale, die Pinguine jagen.

    Heute gibt es draußen nicht so viel zu sehen, deshalb noch ein paar Bilder von unserer Kabine.

    Stundenglasdelphine
    Mal wieder Sonne
    Schnee an Deck
    Unser letzter Eisberg
    Die Schreibecke ohne …
    …. und mit Schreiberling
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