Um kurz vor sechs war heute morgen die Nachtruhe zu Ende. Wegen des dichten Nebels musste das Schiff das Nebelhorn benutzen.
Nun herrscht die übliche Aufbruchshektik. Um 8:00 Uhr sollten alle aus den Kabinen raus. Wir haben dann gemütlich gefrühstückt. Zur Zeit werden noch die Koffer an Land gebracht und demnächst werden die ersten Gruppen für den Transfer aufgerufen. Dann wird es hier etwas leerer. Zur Zeit warten natürlich alle in der Panoramalounge und im Science Center.
Wir sind bei der letzten Gruppe, die von Bord geht. Dann geht es zu einem Hotel in Santiago, wo wir für den Tag das Gepäck lassen können und abends gibt es dann irgendwann den Transfer zum Flughafen. Wir müssen mal schauen, was wir in Santiago machen können, das Hotel liegt ein Stück vom Stadtzentrum entfernt. Zeit, um uns in Valparaiso umzusehen, haben wir leider nicht.
Hier am Pier sind wir von Containern umzingelt, was mit der entsprechenden Geräuschkulisse verbunden ist. Etwas entfernt liegen zwei größere, elegante Segelschiffe. Die sind aber im Nebel kaum zu erkennen. Es sind Segelschulschiffe der chilenischen (Esmeralda) und der spanischen (J.S. De Elcano) Marine.
Update 20:30 Uhr: Nun sitzen wir am Flughafen in Santiago und warten auf das Boarding. Nachdem wir das Gepäck im Mandarin Oriental (ziemlich luxuriös) abgestellt hatten, haben wir einen schönen Sommertag genossen. Wir sind nicht in die Stadtmitte gefahren, sondern haben einen Park ganz in der Nähe des Hotels besucht, uns Bänke im Schatten gesucht, die Pflanzenpracht bewundert und dem Vogelgezwitscher gelauscht. So ließen sich die Temperaturen aushalten. Am Nahmittag sind wir in einem Einkaufszentrum neben dem Park essen gegangen, leckere chilenische Kleinigkeiten: frittierte Garnelen, die mit einer pikanten Sauce und kleingeschnittenem Gemüse in ein Salatblatt eingerollt und so gegessen werden, sowie kleine Süßkartoffelpfannkuchen mit einem herzhaften Belag.
Nun können wir langsam anfangen, ein Fazit der Reise zu ziehen. Hat es sich gelohnt? Auf jeden Fall. Die beiden Teile der Reise hatten jeder ihren eigenen Charakter. Der Antarktis-Teil war mehr Abenteuer, der Patagonien Teil war mehr Kreuzfahrt. Bei den Vorträgen haben wir auf beiden Teilen der Reise wieder viel gelernt. Diese Art des Reisens gefällt uns richtig gut.
Auf dem zweiten Teil der Reise haben wir Wandermöglichkeiten direkt ab Schiff vermisst, so wie wir das von der Island-Reise kannten. Hier waren die Wanderungen, bedingt durch lokale Gegebenheiten, immer mit längeren Busfahrten verbunden, was uns abgeschreckt hat. Das eine Mal, wo es eine Wandermöglichkeit gab, waren wir Kajakfahren. Wir haben da aber nichts verpasst, denn die Strecke war extrem matschig und schwierig, so dass viele, die die Wanderung versucht haben, in Schwierigkeiten gekommen sind.
Der nächste Update kommt dann morgen am späten Nachmittag aus Madrid, wenn ich nach der kurzen Nacht im Flieger Lust habe und in der Lage bin, etwas zu schreiben. Ansonsten Sonntag.



















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