27. März: Ausflugstag

27. März: Ausflugstag

Heute ist richtiges Kreuzfahrtgefühl. Das Schiff liegt knapp 5km von Puerto Natales an der Pier und es gibt einen Shuttlebus in das Ortszentrum. Die meisten Passagiere haben einen Ausflug zum Torres del Paine Nationalpark gebucht. Das ist mit jeweils zweieinhalb Stunden Hin- und Rückfahrt verbunden. Auf 5 Stunden Busfahrt haben wir keine Lust und gehen daher auf eine 3-Stunden Tour mit Stadtbesichtigung und Besuch der Milodon-Höhle. Da bleibt uns dann der Nachmittag für eigene Erkundungen der Umgebung.

Update 15:30: Die Milodon Höhle ist recht beeindruckend. Sie entstand, als sich die Gletscher nach der letzten Eiszeit zurückzogen und man kann sich gut vorstellen, dass vor 10.000 Jahren Menschen in der Höhle gelebt haben. Die Führung selbst war nicht so toll. Wir hatten zwar eine deutsche Reiseführerin im Bus, aber die hatte keine Ahnung und auch keinerlei Talent zum Erzählen. Wie sich herausstellte ist sie eine Praktikantin hier vor Ort und musste einspringen, weil der eigentlich vorgesehene Guide erkrankt ist.

Die Landschaft hier ist so ganz anders als wir sie bisher, westlich der Anden, erlebt haben. Hier ist es eine flache Steppe, denn die Gegend liegt im Regenschatten der Anden, das heißt, bei den vorherrschenden Westwinden regnen sich die Wolken beim Aufstieg auf der Westseite der Anden ab und sie haben auf der Ostseite nicht mehr genug Wasser zum regnen. Die meiste Feuchtigkeit hier kommt vom Schmelzwasser der noch vorhandenen Gletscher.

Eben kam eine durchsage, dass es an Bord einige Erkrankungen (vermutlich Magen-Darm) gibt und verschärfte Hygienemaßnahmen angewendet werden. Sauna, Gym und Pools sind geschlossen und man sieht überall Leute, die alle Oberflächen abwischen. Mal schauen, ob sich da noch was ausbreitet. Es kann auch sein, dass sich die Erkrankten hier im Ort etwas aufgesackt haben.


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